Was versteht man unter einem Pfandkredit?

Es gibt immer wieder im Leben Situationen, in denen rasch Geld benötigt wird. Das heißt, möglichst noch am selben Tag und ganz leicht. Am einfachsten ist es, sich Geld auszuleihen oder einen Dispositionskredit in Anspruch zu nehmen. Doch wenn man seine Freunde oder Angehörigen nicht um Geld bitten will oder der Dispokredit schon überzogen wurde, gibt es noch eine Alternative. Man macht sich auf den Weg zu einem Pfandleihhaus, um einen Pfandkredit aufzunehmen. Pfandleiher oder Pfandleihhäuser sind in allen größeren Städten zu finden. Nachfolgend kann alles Wissenswerte zu einem Pfandkredit im Pfandhaus nachgelesen werden.

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Was ist ein Pfandkredit?

Wenn man Geld benötigt, geht man üblicherweise zu seinem Geldinstitut und nimmt da ein Darlehen auf. Damit der Kredit bewilligt und ausbezahlt wird, braucht die Bank Sicherheiten. So ähnlich ist es ebenso beim Pfandleihhaus. Hier besteht allerdings der Unterschied, dass der Pfandleiher keinerlei Gehaltsnachweise verlangt und ebenfalls keine Schufa-Abfrage vornimmt. Stattdessen greift er auf materielle Werte zurück, welche er durch bewegliche Gegenstände als Pfand sowie als Sicherheit für das Geld erhält. Vom Pfandleihhaus erhält man ziemlich einfach einen Pfandkredit. Wichtig ist, dass man mindestens das 18. Lebensjahr vollendet hat, einen gültigen Reisepass oder Personalausweis vorlegen kann und man Besitzer des entsprechenden Gegenstandes ist, der beliehen werden soll. Durch den Pfandleiher wird der momentane Wert des Pfandgegenstands geschätzt. So ermittelt er den höchstmöglichen Beleihungsbetrag. Im Normalfall liegt die Beleihungsgrenze beim ermittelten Gegenstandswert ab 25 bis 50 Prozent.

Gesetzliche Regelungen zum Pfandkredit

Vom Pfandleiher bekommt der Schuldner ein Darlehen, das er binnen drei Monate an das Pfandhaus zurückzuzahlen hat. Es ist möglich, diesen Zeitraum zu verlängern, wenn es mit dem Pfandleiher vereinbart wurde. Allerdings muss man hier mit zusätzlichen Bearbeitungsgebühren und Zinsen rechnen. Wenn der Pfandgegenstand innerhalb des Zeitraums nicht vom Schuldner ausgelöst wird, erfolgt die Versteigerung des Gegenstandes bei einer Auktion, nachdem ein weiterer Monat vergangen ist. Spätestens nach zehn Monaten muss die Versteigerung stattgefunden haben. Falls der Auktionsertrag den ausbezahlten Kredit neben Bearbeitungsgebühren und Zinsen übertrifft, steht der Unterschiedsbetrag dem Schuldner zu. Der Pfandgegenstand kann ebenfalls durch den Pfandleiher veräußert werden, wenn dieser beim Versteigern keine Käufer dafür fand. Während einer öffentlichen Versteigerung muss ein Pfandgegenstand mindestens einmal angeboten worden sein.

Für wen lohnt sich ein Pfandkredit?

Grundsätzlich kann jeder ein Pfandleihhaus aufsuchen und sich Geld holen, indem er dort einen Gegenstand verpfändet. Ein Pfandkredit ist ein nicht komplizierter Kurzkredit, der wie ein Dispokredit teuer ist. Egal, bei welchem Pfandleiher, oft nehmen diese den höchstmöglichen Zinssatz von einem Prozent monatlich zuzüglich Bearbeitungsgebühren. Durch einen Pfandkredit ist es möglich, zwar schnell und einfach finanzielle Engpässe zu überbrücken. Allerdings lässt sich der Pfandleiher diesen Service ebenso gut vergüten.

Was akzeptiert der Pfandleiher als Pfand?

Prinzipiell besteht die Möglichkeit, für sämtliche beweglichen Gegenstände im Pfandleihhaus einen Kredit zu erhalten. Ob der Pfandleiher sie ebenso akzeptiert, ist die andere Frage. Im Normalfall werden zum Beispiel Gold, Münzen, Pelze, Schmuck, Sammlungen, Antiquitäten oder Uhren zum Pfandhaus gebracht. Je nach Fall wird auch Technik angenommen. Durchschnittlich beträgt ein Pfandkredit vom Leihhaus 200 bis 300 Euro. Es ist jedoch ebenso möglich, eine Geldsumme ab zehn Euro zu erhalten.