Was versteht man unter einem Personalkredit?

Bei einem Personalkredit handelt es sich um eine Darlehensform, bei der die Kreditwürdigkeit des Kreditnehmers die Basis darstellt. Unterschieden wird bei Personalkrediten in erster Linie zwischen Sach- und Realkrediten. Die Grundlage für einen Realkredit ist dabei stets der Immobilienwert, während als Sicherheiten von Sachdarlehen in der Regel Mobilien eingesetzt werden. Das sind beispielsweise Kunstwerke, handelbare Waren, Wertpapiere oder auch Edelmetalle. Zudem wird bei Personalkrediten zwischen mehreren Varianten unterschieden, die auf individuelle Weise besichert werden.

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Der einfache Personalkredit

Beim einfachen Personalkredit, der auch als Blankokredit bezeichnet wird, handelt es sich um ein ungesichertes Bankdarlehen. Es wird vergeben, sobald die Bonität des Kreditnehmers erfolgreich überprüft wurde. Weitere Sicherheiten fordert das Kreditinstitut in der Regel nicht. Für die Bank spielt es insbesondere eine große Rolle, dass der Kunde mit dem Kredit sorgfältig umgeht. Hierfür ist es unumgänglich, dass das Kreditinstitut gut über die finanzielle Lage seiner Kunden Bescheid weiß. Aus diesem Grund werden größere Personalkredite in der Regel ausschließlich an langjährige Bestandskunden vergeben.

Privatkunden müssen zudem weitere Angaben machen, wie unter anderem über das Vermögen sowie über ein sicheres, regelmäßiges Einkommen. Für Geschäftskunden gilt dagegen die Vorlage von Handelsbilanzen sowie von Gewinn- und Verlustrechnungen. Diese geben einen guten Einblick über die finanzielle Situation des Unternehmens.

In den meisten Fällen ist in Blankokredit eher ein Ausnahmefall und ist zudem in der Kredithöhe limitiert. Oft verlangen Banken höhere Darlehenszinsen, wenn es sich um ein Darlehen ohne besondere Sicherheiten handelt. Ein Beispiel für einen typischen Blankokredit ist der Kontokorrentkredit, der umgangssprachlich auch als Dispo bezeichnet wird. Kleinere Darlehen, wie zum Beispiel für einen neuen Fernseher oder für eine Reise, erhalten Bestandskunden häufig auch, ohne dafür Sicherheiten angeben zu müssen.

Der verstärkte Personalkredit und wie er genau funktioniert

Bei diesem Darlehen genügt die Bonität des Kreditnehmers nicht, um die gewünschte Darlehenssumme auszahlen zu können. Hier fordert die Bank weitere Informationen und Sicherheiten, die der Kreditnehmer bereitstellen muss. Das kann unter anderem der Fahrzeugbrief eines Autos sein, welches man sich durch das Darlehen finanzieren möchte. Auch Gehaltsansprüche können vertraglich bei Bedarf schriftlich an die Bank abgetreten werden. Klassische verstärkte Personalkredite sind Konsumentenkredite, mit denen sich Anschaffungen verschiedenster Art tätigen lassen und die meist nicht zweckgebunden sind.

Was einen gedeckten Personalkredit auszeichnet

Bei einem gedeckten Personalkredit ist von einer Sonderform des verstärkten Personalkredits die Rede – es gibt somit einige klare Unterschiede zum normalen verstärkten Personaldarlehen. Er zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass die vom Kreditnehmer bereitgestellten Sicherheiten allein nicht genügen, um das Darlehen aufzunehmen. Die Bank fordert in diesem Fall zusätzliche Sicherheiten, welche von dritten Personen stammen. Diese Person wird entsprechend vertraglich eingebunden, so wie es bei einem Garantie- oder Bürgschaftsvertrag häufig der Fall ist.

Bei einer Bürgschaft, wie einer Solidarbürgschaft oder einer selbstschuldnerischen Bürgschaft, kann der Kreditgeber entscheiden, ob er sich direkt an den Hauptschuldner oder stattdessen an den Bürgen wendet. Bei Garantieverträgen gilt dies jedoch nicht, denn hier ist der Kreditgeber in der Pflicht, die Forderung vom Hauptschuldner einzutreiben. Ein Großteil der heutzutage mit Kreditinstituten vereinbarten Bürgschaften sind selbstschuldnerische Bürgschaften.