Objektkredit

Was ist ein Objektkredit?

Ein Objektkredit lässt sich in erster Linie dazu verwenden, um eine Immobilie damit zu finanzieren - das kann sowohl eine Wohnung als auch ein Haus sein. Die Absicherung des Darlehens erfolgt dabei durch eine Eintragung ins Grundbuchs, allerdings wird das entsprechende Objekt nicht komplett beliehen. In der Regel liegt das Beleihungslimit bei etwa 75% des Immobilienwerts.

Wie funktioniert ein Objektkredit?

Der Objektkredit wird im Finanzwesen unter anderem auch als Hypothekendarlehen und Immobilienkredit bezeichnet und stellt eine besondere Form des klassischen Ratenkredits dar. Er lässt sich vor allem dazu verwenden, um eine Immobilie zu kaufen, zu bauen oder zu renovieren. Ein klares Merkmal dieser Darlehensform ist, dass eine hohe Kreditsumme zu vergleichsweise günstigen Zinsen ausbezahlt werden kann. Dabei wird die Immobilie stets als Sicherheit gegenüber der Bank angegeben. Sollte der Kreditnehmer seinen Zahlungspflichten nicht mehr nachkommen können, kann die Bank im äußersten Notfall die Immobilie verkaufen, um damit die Kreditschulden zu tilgen.

Raten und Laufzeiten beim Objektkredit

Die Höhe der Raten und die Laufzeiten werden abhängig vom Darlehen ganz individuell festgelegt. Beantragt werden kann der Kredit grundsätzlich von jedem, der plant, eine Immobilie zu kaufen, zu errichten oder auch zu renovieren. Allerdings muss der Kreditantragsteller volljährig sein, einen Wohnsitz innerhalb Deutschlands vorweisen können und darf keine negativen Schufa-Einträge haben.

Welche Immobilien können mit einem Objektkredit finanziert werden?

Es gibt unterschiedliche Arten von Immobilien, die sich durch ein Objektdarlehen finanzieren lassen. Prinzipiell kann ein Kredit für die meisten Immobilienarten genutzt werden. Dabei ist es egal, ob es sich um eine privat oder gewerblich genutzte Immobilie handelt. Das kann ein Einfamilienhaus, ein Mehrparteienhaus, eine Lagerhalle oder auch ein Bürogebäude sein. Auch beim Kauf von Hotels, öffentlichen Pflegeeinrichtungen oder sogar von Flughäfen kann ein Objektdarlehen als hilfreiche finanzielle Stütze dienen. Die meisten Banken machen keine Unterschiede zwischen den Arten der zu finanzierenden Objekte. Der Bank kommt - es kommt lediglich darauf an, dass der Antragsteller alle erforderlichen Sicherheiten und eine gute Bonität vorweisen kann.

Worauf muss beim Abschluss eines Objektkredits geachtet werden?

Insbesondere bei einem Objektdarlehen ist es besonders wichtig, sorgfältig zu planen und sich ein möglichst solides Eigenkapital anzusparen, ehe ein Kreditantrag gestellt wird. Denn je höher das Eigenkapital ist, desto geringer fällt später die Belastung aus - und desto höher sind die Chancen auf einen positiven Kreditbescheid. Mit einer besseren finanziellen Ausgangslage ist die Verhandlungsbasis für das Gespräch mit der Bank deutlich stabiler. Weiterhin sollten sich Kreditnehmer bereits im Vorfeld überlegen, wie hoch die monatliche Belastung durch die Tilgung maximal sein darf. Von größter Bedeutung ist dabei, den eigenen finanziellen Spielraum realistisch einzuschätzen. Die Raten müssen auch dann noch getragen werden können, wenn einmal ein finanzieller Engpass eintritt.

Bei einem Vergleich verschiedener Banken, der sich am einfachsten über das Internet durchführen lässt, sollte der Fokus auf dem Zinssatz liegen. Zinssätze bei Objektkrediten bleiben über die gesamte Laufzeit hinweg auf einem konstanten Level, allerdings sind die Konditionen von Anbieter zu Anbieter verschieden. Die Laufzeit wird am besten so gewählt, dass die finanzielle Belastung monatlich gut zu tragen ist, die Abzahlungsphase aber nicht unnötig in die Länge gezogen wird.