Was ist ein Investitionskredit?

Ein Investitionskredit ist ein Darlehen, das in erster Linie dazu dient, um eine Investition damit zu tätigen. So kann beispielsweise mit Hilfe eines Investitionskredites Anlagevermögen beschafft werden. Dazu gehört beispielsweise der Erwerb von weiteren Produktionsmaschinen oder auch neuen Fahrzeugen für den Fuhrpark. In vielen Fällen ist die Anschaffung gleichzeitig eine Sicherheit für das Darlehen. Bei Investitionskrediten spielt es eine große Rolle, dass die Darlehensverzinsung die Gewinnverzinsung, welche durch das Investitionsgut erzielt wird, nicht überschreitet. Für ein Unternehmen ist es sinnvoll, dass sich eine Anschaffung möglichst von alleine amortisiert. Es gibt in der heutigen Zeit verschiedene Möglichkeiten, ein Investitionsdarlehen möglichst sinnvoll einzusetzen. Berücksichtigt werden sollte man jedoch schon vor der Beantragung verschiedene Vor- und Nachteile des Finanzprodukts. Dies liegt daran, dass sich nicht für jeden Zweck die Inanspruchnahme dieser Darlehensform lohnt.

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Welche Unterschiede gibt es beim Investitionskredit?

Die erste Variante ist der Investitionskredit zur Anlagenfinanzierung. Diese ist die am häufigsten genutzte Möglichkeit, die von vielen Firmen in Anspruch genommen wird. Wenn man beispielsweise ein Unternehmen gründet und die Räumlichkeiten entsprechend mit Mobiliar und verschiedenen technischen Geräten ausstatten muss, wird dafür häufig ein Darlehen aufgenommen. Dies ist dann ein Investitionskredit zur Finanzierung von Anlagen bzw., Analgevermögen. Selbiges gilt, wenn Maschinen zur Produktion erworben werden müssen. Die Sicherheit für das Darlehen können in diesen Fällen unter anderem eine Grundschuld, Bürgschaften oder auch Zessionen sein. Gut geeignet ist weiterhin die Sicherung des Wirtschaftsgutes, welches durch das Darlehen erst finanziert werden soll.

Die zweite Möglichkeit ist, einen Investitionskredit für ein Bauvorhaben zu nutzen. Hier verwendet man den Kredit in erster Linie zur Finanzierung eines Immobilienbaus – ganz so, wie es bei einem privaten Darlehen der Fall wäre. Die Zinsen, aber auch die Sicherheitsvoraussetzungen, die Rückzahlung und die Laufzeit verhalten sich dabei relativ ähnlich. Berücksichtigt werden muss bei dieser Verwendungsweise des Darlehens nur, dass eine Immobilie für gewöhnlich einen schnelleren Wertverlust mit sich bringt als ein privates Bauvorhaben.

Grundsätzliches zum Thema Investitionskredit

Bei einem Investitionsdarlehen handelt es sich um ein langfristiges Darlehen, welches von Banken vergeben wird, um Gegenstände für das Anlagevermögen eines Unternehmens anzuschaffen. Entweder vergibt die Bank das Darlehen aus eigenen finanziellen Mitteln oder nimmt dafür ein Förderprogramm in Anspruch. Eine Sonderform beim Investitionskredit ist der sogenannte Roll-Over-Kredit, der von Kreditinstituten in erster Linie an große Unternehmen vergeben wird. Refinanziert werden diese Darlehen am Geldmarkt, der Zinssatz wird in der Regel nach rund sechs Monaten an die derzeitigen Verhältnisse auf dem Markt angepasst. Wie teuer ein Investitionskredit also letzten Endes tatsächlich ist, hängt vor allem von den Möglichkeiten der Refinanzierung für die Bank ab.

Nicht geeignet ist ein solcher Kredit, um schnelle Zahlungsströme abzusichern. Im Durchschnitt nimmt die Kapitalbeschaffung bei diesem Darlehen rund vier Wochen in Anspruch. Sollen langfristige Darlehen besichert werden, eignen sich dazu besser Sach- und Personenversicherungen. Ein großer Vorteil des Investitionsdarlehens ist, dass öffentliche Förderprogramme dafür genutzt werden können. Das kann bei der Finanzierung eine große Hilfe für viele Unternehmen sein. Berücksichtigt werden sollte man ebenfalls, dass der bürokratische Aufwand bei der Kreditvergabe recht viel Zeit beansprucht. Das liegt vor allem daran, dass man meist zahlreiche Anträge ausfüllen muss. Das diese auch bearbeitet werden müssen ist mit einiger Wartezeit zu rechnen.