Immobilienfinanzierung

Was versteht man unter einer Immobilienfinanzierung?

Geld, das zur Sanierung einer Immobilie oder deren Erwerb genutzt wird, dient zur Immobilienfinanzierung. Geldinstitute differenzieren zwischen privater und gewerblicher Immobilienfinanzierung. Erforderliches Fremdkapital kann in Form von Krediten bei Banken, Versicherungen und Bausparkassen bezogen werden. Außerdem können entsprechende Darlehen von Landesförderinstituten und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) subventioniert werden.

Die private Finanzierung setzt primär die Nutzung der Immobilie als privaten Wohnraum voraus. Somit sind vorhandenes Eigenkapital sowie eine stabile finanzielle Situation bindende Voraussetzungen für dieses Finanzierungskonzept. Ersparnisse, Bausparverträge oder Wertpapiere bilden die Basis, um Zinsen im Zuge der Fremdfinanzierung durch die Bank zu senken. Auch Modelle ohne Eigenkapital sind möglich. Derartige Konzepte sind allerdings an höhere Zinsen gekoppelt.

Angebote vergleichen bei einer Immobilienfinanzierung

Im Vorfeld einer Immobilienfinanzierung sollte eine ausführliche Recherche der jeweiligen Angebote der einzelnen Geldinstitute stattfinden. Die Differenz zwischen dem kostengünstigsten und dem kostenintensivsten Angebot liegt in der Regel bei einem Zinsunterschied von 0,5 %. Umgelegt auf ein Darlehen von 100000 € entspricht diese Diskrepanz am Ende der Gesamtlaufzeit einem Unterschied von rund 3000 € bis 4000 €. Verbraucherschützer raten deshalb dazu mindestens drei bis fünf Anbieter zur Immobilienfinanzierung aufzusuchen. Somit sollten nicht ausschließlich bei der jeweiligen Hausbank Kreditangebote angefragt werden.

Während des Finanzierungsgesprächs sollte das Geldinstitut als Dienstleister verstanden werden. Daher gilt es die Finanzierung als Geschäft zu klassifizieren. Kreditnehmer, die über Eigenkapital verfügen, das 20 – 30 % der Gesamtkosten deckt, sind attraktive Kunden für jede Bank. Außerdem sollte die finanzielle Belastung, die mit einer Immobilienfinanzierung einhergeht individuell gut tragbar sein. So sollte die zu entrichtende Rate 40 % des monatlichen Nettoeinkommens nicht überschreiten.

Verhandlungstipps zur Finanzierungsgespräch

Verbraucher, die diese Voraussetzungen erfüllen sind in einer guten Verhandlungsposition. Deswegen ist es ratsam den Banken optional günstigere Konkurrenzangebote vorzulegen. Im Zuge dessen sollten Kreditnehmer bessere Konditionen einfordern. Da vielzählige Banken über einen finanziellen Handlungsspielraum hinsichtlich ihrer Zinskonditionen verfügen, sind diese Forderungen erfolgsversprechend.

Verbraucherschützer appellieren dazu sich nicht unter Druck setzen und zu vorschnellen Unterschriften drängen zu lassen. Außerdem ist es ratsam das jeweilige Beratungsgespräch in Begleitung wahrzunehmen. Eine Person sollte sich auf die aktive Kommunikation, die zweite Person lediglich auf das Zuhören.

Zudem können öffentlich geförderte Kreditsonderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) optional in Anspruch genommen werden. Im Verlauf des Finanzierungsgespräches sind explizit nach diesen Angeboten zu fragen.