Was ist ein Hausfrauenkredit?

Hausfrauenkredit ist eine heutzutage nur noch selten verwendete Bezeichnung für einen Bankkredit, den das Geldinstitut an eine den Haushalt führende Person ohne eigenes Einkommen beziehungsweise mit einem geringen persönlichen Arbeitseinkommen auszahlt. Maßgeblich für die Kreditentscheidung ist in diesem Fall nicht das persönliche Einkommen, sondern das gesamte Haushaltseinkommen. Eine weitere denkbare, aber selten zur Anwendung kommende Möglichkeit besteht in der Bewertung des durch den Einkommensempfänger geleisteten Unterhalts zur Lebensführung als Einkommen der Kreditnehmerin. Der Grund für das Angebot eines Hausfrauenkredites besteht darin, auch einer den Haushalt führenden und kein eigenes Arbeitsentgelt verdienenden Ehefrau das eigenständige finanzielle Handeln einschließlich der Kreditaufnahme ohne Kenntnisnahme des Ehemannes zu ermöglichen. Bei entsprechender Gestaltung der Ehe oder Lebensgemeinschaft kann selbstverständlich auch der Ehemann beziehungsweise der männliche Partner ein Hausfrauendarlehen in Anspruch nehmen.

In 3 Min zum Wunschkredit
Wie viel benötigen Sie?

Wie erfolgt die Vergabe eines Hausfrauenkredites?

Die Kreditvergabe an eine Hausfrau oder an einen Hausmann auf der Basis des Haushaltseinkommens ist für die Bank mit einem zusätzlichen Risiko verbunden. Grundsätzlich haftet lediglich der Kreditnehmer für die Tilgung seiner Verbindlichkeiten. Bei Eheleuten lässt sich indirekt eine Mithaftung des verdienenden Partners annehmen. Dieser geht zwar keine direkte Verpflichtung gegenüber der Kreditbank ein, ist aber aufgrund des gegenseitigen Einstehens der Eheleute füreinander seiner Frau gegenüber verpflichtet, ihr das für die Kreditrückzahlung notwendige Geld zur Verfügung zu stellen. Diese Pflicht greift jedoch nur, wenn der Kredit tatsächlich für die angemessene gemeinsame Haushaltsführung bestimmt war. Sollte der nicht erwerbstätige Ehepartner den Kredit für sonstige Zwecke, im Extremfall sogar für die Vorbereitung einer Trennung, verwenden, greift diese indirekte Regulierungspflicht nicht.

Zudem gilt sie nur zwischen Eheleuten und nicht bei eheähnlichen Partnerschaften ohne Trauschein. Aus diesem Grund vergeben einige Banken Hausfrauenkredite ausschließlich an verheiratete Antragstellerinnen. Wenn Geldinstitute das Hausfrauendarlehen auch an unverheiratet mit ihrem Partner zusammenlebende Kundinnen auszahlen, verlassen sie sich auf die Akzeptanz einer ausschließlich moralischen und juristisch nicht durchsetzbaren Pflicht auf die Unterstützung der Partnerin in finanziellen Notfällen.

Welche Vorteile bietet ein Hausfrauenkredit?

Dass Hausfrauenkredite heute seltener als früher beantragt werden, beruht nicht zuletzt auf den vom Handel angebotenen Finanzierungen. Eine Ratenzahlungsvereinbarung lässt sich direkt an der Kasse eines Geschäfts von jeder Kundin ohne Schwierigkeiten abschließen, da die meisten Läden bei durchschnittlichen Kaufbeträgen auf die Vorlage von Gehaltsnachweisen verzichten. Die direkte Vereinbarung einer Ratenzahlung im Geschäft ist zwar einfacher als die Beantragung eines Hausfrauenkredites, aber oft mit höheren Kosten verbunden. Obgleich der Händler für die Ratenzahlung in der Regel keine oder geringe Zinsen berechnet, ist der Kauf bei einem Mitbewerber in Verbindung mit einem Hausfrauenkredit häufig aufgrund des geringeren Warenpreises günstiger.

Der Kreditvergleich für einen Hausfrauenkredit bezieht außer den direkt als solchen benannten Produkten Angebote für die Kreditvergabe anhand des Haushaltseinkommens anstelle des persönlichen Einkommens ein. Diese sind lediglich bei wenigen Banken zu finden. Aufgrund der wenigen Banken, die heutzutage noch Hausfrauenkredite vergeben, ist die Kreditbeantragung über einen seriösen Kreditvermittler ratsam. Diesem sind die entsprechenden Geldinstitute, bei denen Hausfrauen weiterhin einen Kredit ohne Unterschrift des alleine verdienenden Ehemannes aufnehmen können, auf Anhieb bekannt. Ein seriöser Kreditvermittler verlangt für die Suche nach dem passenden Hausfrauenkredit keinerlei Vorkosten, sondern begnügt sich mit der Berechnung eines angemessenes angemessenen Vermittlungsentgelts nach der erfolgreichen Kreditbeantragung.