Was ist das Haftkapital?

Unter dem Haftkapital ist jenes Geld zu verstehen, dass dem Unternehmen ohne zeitliche Begrenzung zur Verfügung steht. Das Kapital stellt dabei die maximale Haftungssumme einer Gesellschaft dar, wobei es sich aber um Eigenkapital der Firma handelt. Ein gutes Beispiel für das Vorhandensein des Haftkapitales ist die GmbH. Eine GmbH muss ein sogenanntes Stammkapital von mindestens 25.000 Euro aufweisen. Dieses Geld dient dann der Haftung und nur in diesem Umfang ist das Unternehmen auch zu einer solchen verpflichtet. Das Haftkapital kann auch nicht einfach ausgezahlt werden. Allerdings kann ein Gesellschafter beim Verlassen einer GmbH seinen Anteil zurückverlangen. Die verbleibenden Gesellschafter müssen dann die Differenz ausgleichen.

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Wo kommt das Haftkapital zur Anwendung?

Das Kapital wird vor allem bei Kommanditgesellschaften benötigt, wobei zu diesen auch die bereits erwähnte GmbH gehört. Aber auch andere Unternehmensformen müssen eine entsprechende Absicherung einfließen lassen. In einigen Fällen stellt die Summe auch eine Absicherung für eine Unternehmung dar, die solange als Reserve zurückgehalten wird, bis das Projekt vollständig abgeschlossen ist. Hier können im Ernstfall Gelder aus diesem Topf entnommen werden, um eventuelle Finanzierungslücken zu schließen. Eine entsprechende Absicherung ist für viele Unternehmensformen vorgeschrieben, sodass hier das Vorhandensein des Geldbetrages nachgewiesen werden muss.

Was gibt es noch über das Haftkapital zu wissen?

Das Haftkapital agiert in diesem Fall wie eine Versicherungssumme und schützt somit das Unternehmen oder das Vorhaben davor, durch fehlende Gelder oder Haftungskosten ruiniert zu werden. Deshalb wird eine GmbH ausgeschrieben auch als eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung bezeichnet. Der maximale Haftungsanspruch beläuft sich auf die Gesamteinlagen, die bei der Gründung des Unternehmens und nach einer eventuellen Erhöhung derselben, zur Verfügung stehen. Sie dienen also als Sicherheit und sorgen dafür, dass nie mehr als diese Summe für einen Haftungsanspruch aufgewendet werden muss, was letztlich den Konkurs verhindern kann.