Was ist eine Grundstücksschenkung?

Bei einer Grundstücksschenkung handelt es sich um die Übertragung oder Überlassung eines Grundstücks, ohne das hierfür ein Kaufpreis entrichtet werden muss. Die Grundstücksschenkung – wie es ihr Name schon sagt – ist also eine Art Geschenk an eine andere Person, die durch diesen Prozess zum Eigentümer des jeweiligen Areals wird. Eine Schenkung ist an enge Richtlinien gebunden und muss bestimmte Anforderungen erfüllen, damit diese rechtliche Wirksamkeit erlangt. Schenkungen haben dabei eine gewisse Laufzeit, die von Gesetzes wegen eingehalten werden muss. Somit kann eine Übertragung auf diesem Wege nicht von Heute auf morgen erfolgen, dies wäre rechtlich unzulässig.

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Wo wird eine Grundstücksschenkung angewendet?

Eine Schenkung dieser Art kommt im Vorfeld zu einer Erbschaft zum Tragen. So überlässt der Erblassen dem Erben bereits zu Lebzeiten das Grundstück, in dem er ihm dieses quasi schenkt. Hierdurch wird das Grundstück zum Eigentum des Erben, sodass später auf das selbe keine Erbschaftssteuer mehr gezahlt werden muss. Auch kleinere Unternehmen – hier vor allem aus dem Mittelstand – nehmen häufig Schenkungen von Grundstücken an ihre Kinder oder Enkel vor, um diese in der Familie zu belassen. Dabei stellt diese Art der Weitergabe oft die einfachere Methode dar, denn hier können massiv Steuern gespart werden.

Was gibt es noch zur Grundstücksschenkung zu wissen?

Bei einer Grundstücksschenkung besteht eine Laufzeit von mindestens 10 Jahren. Innerhalb dieser Zeit darf der Erblasser, die Schenkung nicht widerrufen oder sterben, wenn diese Wirksamkeit erlangen soll. Ist dies doch der Fall, wird die Schenkung in der Regel gegenstandslos und es tritt die normale Erbfolge in Kraft. Somit müssen dann auch wieder Erbschaftssteuern gezahlt werden, wenn das Grundstück durch Erbe an die andere Person übergeht. Während einer laufenden Schenkung kann ein Grundstück nicht gepfändet werden, sofern die Schuld die es besichert, nicht durch das Grundstück selbst entstanden ist. Dies wird die beschenkte Partei unverhältnismäßig benachteiligen.