Grundbesitzübertragung

Was versteht man unter einer Grundbesitzübertragung?

Bei einer Grundbesitzübertragung handelt es sich um die Überschreibung von Grundeigentum auf eine andere Person. In einem solchen Fall wird in der Regel kein Kaufpreis gezahlt, denn die Übertragung findet aus freien Stücken und auf Veranlassung des Eigentümer selbst statt. Der Vorgang muss - wie bei einem Kauf auch - von einem Notar beurkundet werden. Zu diesem Zweck wird meist ein Übertragungsvertrag aufgesetzt, wobei diese Aufgabe auch der Notar übernehmen kann. Im Grunde handelt es sich bei diesem Vorgang um eine Schenkung, ohne das dabei aber die entsprechenden Fristen eingehalten werden müssen. Durch die Tatsache, dass der Eigentümer aus freien Stücken eine sofortige Entscheidung trifft, wird dem Gesetz in diesem Punkt genüge getan.

Wo kommt eine Grundbesitzübertragung zur Anwendung?

In den meisten Fällen wird Grundbesitz innerhalb einer Familie übertragen. Hier werden zum Beispiel Immobilien von den Eltern auf die Kinder oder die Enkelkinder übertragen. Damit kann man den Prozess der Schenkung umgehen und auch eine Erleichterung bei der Erbschaftssteuer schaffen. Allerdings können auch Unternehmen eine Grundbesitzübertragung vornehmen. Dies geschieht vornehmlich dann, wenn eine Tochtergesellschaft gegründet wird. Hierbei werden die Immobilien vor Ort an die neue Tochter übertragen, und somit, in deren Besitz transferiert. Auch unter Eheleuten kommt es häufig zur Übertragung von Grundbesitz. Hierdurch können auf das Eigentum - bedingt durch die Ehe - Steuern gespart werden.

Was gibt es noch über die Grundbesitzübertragung zu wissen?

Die Übertragung von Grundbesitz ist an sehr enge Richtlinien gebunden, wenn diese von Firmen durchgeführt wird. Hier soll verhindert werden, dass Objekte steuerfrei bleiben, indem diese einfach aus dem Besitz des Unternehmens an eine Tochtergesellschaft übertragen werden. Daher muss der Grund für die Grundbesitzübertragung genau angegeben werden und alle eventuellen Transaktionen müssen nachvollziehbar sein. Bei Privatleuten gibt es diese Einschränkungen nur, wenn Besitz an eine Firma übertragen werden soll. Das Überschreiben an andere Privatpersonen ist aber meist unproblematisch.