Gemeinschaftseigentum

Was ist Gemeinschaftseigentum?

Beim Gemeinschaftseigentum handelt es sich um Besitz, welcher nicht einer Person allein, sondern mehreren zugleich gehört. Allerdings besitzen alle Eigentümer nur einen gewissen Anteil an der jeweiligen Sache. Eine gute Veranschaulichung stellt das Prinzip einer WG dar. Hier gehören alle gemeinschaftlichen genutzten Bereiche jedem, sodass über deren Gestaltung und Mitbenutzung abgestimmt werden muss. Das gleiche Prinzip kommt auch bei Gemeinschaftseigentum von Häusern, Firmen und Kapitalmitteln zum Tragen, sofern diese nicht nur aus einer Hand finanziert wurden. Das bezeichnete Gemeinschaftseigentum kann in diesem Fall nicht einfach von einer Person veräußert werden, sondern es muss in einer Abstimmung darüber entschieden werden. Geschieht dies nicht, handelt es sich formell gesehen um einen Rechtsbruch.

Wo kommt das Gemeinschaftseigentum zur Anwendung?

Vor allem Firmen splitten ihren Besitz häufig in mehrere Teile auf, wobei diese Anteile jeweils einen Gesellschafter gehören. Beim Austritt desjenigen müssen ihm diese Anteile zurückgewährt werden. Allerdings kommt das entsprechende Eigentum auch in anderen Bereichen vor. So werden häufig Häuser oder Landflächen zu entsprechenden Eigentum erklärt, um eine gemeinsame Nutzung mehrerer Parteien zu ermöglichen. Auch Wohngebäude mit mehreren Mieteinheiten könne sich im Gemeinschafteigentum befinden, wobei sich diese dann in Form einer Genossenschaft darstellen. Hier kauft jeder beteiligte Genossenschaftanteile und erwirbt somit einen Teil des Gesamtgebäudes.

Was gibt es sonst noch zum Gemeinschaftseigentum zu wissen?

Gemeinschaftseigentum, welches sich als bewegliche Sache präsentiert, kann in der Regel geteilt und bei einer Auflösung der Gemeinschaft entsprechend weitergegeben oder aber ausgezahlt werden. Dies gilt auch für Gebäude, wobei hier stets der Anteil zurückgewährt wird, den die jeweilige Person in das Objekt eingebracht hat. Allerdings kann hier auch ein zusätzlicher Anteil gefordert werden, wenn zum Beispiel Renovierungskosten investiert wurden. Bei Firmen muss er jeweilige Gesellschafter die Gesellschaft verlassen, wobei ihm dann die Anteile gewährt werden, die er ursprünglich eingebracht hat. In der Regel wird aber auch ein Obolus bezahlt, der dann an den Gesellschafter ausgeschüttet wird.