Was versteht man unter der Finanzierungssumme?

Die meisten Menschen können eine Immobilie nicht so einfach bezahlen, also muss eine Finanzierung her. Die Finanzierungssumme muss aber erst einmal ermittelt werden, denn die Banken sind alles andere als freigiebig. Wie hoch das Darlehen letztendlich wirklich ausfällt, bestimmt also das Kreditinstitut. Ob ein Darlehen überhaupt ausgezahlt wird und wenn ja, in welcher Höhe es bewilligt wird, hängt maßgeblich von der Bonität des Kunden ab. Die Banken haben verschiedene Methoden, um die Finanzierungssumme zu benennen. So ist für eine Haus-Finanzierung ganz wichtig, wie hoch das Eigenkapital ist, welches Einkommen erzielt wird und letztendlich muss die Immobilie natürlich einen Eigenwert besitzen.

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Wie wird die Finanzierungssumme ermittelt?

Zuerst muss ermittelt werden, ob das Einkommen auch für die Kreditrate ausreicht. Der Kunde wird ja mit Raten belastet und die Rate muss natürlich in einem gesunden Verhältnis zum Einkommen stehen. Deshalb werden von Einkommen die Lebenshaltungskosten abgezogen und ein sogenannter Sicherheitszuschlag berechnet. Was dann vom Einkommen übrig bleibt, kann als Rückzahlungsrate eingesetzt werden. Um die Finanzierungssumme zu ermitteln, muss natürlich das Nettoeinkommen hoch genug sein. Doch auch das Kindergeld, Mieteinnahmen, Renten oder Kapitalerträge werden in der sogenannten Haushaltsrechnung berücksichtigt. Das Einkommen darf aber nicht erheblich schwanken. Das bedeutet die Einnahmen müssen monatlich gleich bleiben oder zumindest einer regelmäßigen Mindesthöhe entsprechen. Natürlich ist eine gute Bonität Voraussetzung um eine Finanzierung zu erhalten.

Welche Finanzierungssumme kann man als Selbständiger erhalten?

Selbstständige und Freiberufler haben teilweise sehr stark schwankende Einkünfte, deshalb wird hier immer das Jahreseinkommen zugrunde gelegt. Aber gerade diese Gruppe hat es besonders schwer, überhaupt einen Kredit zu bekommen. Manche Banken lehnen die Selbstständigen direkt ab. Die Kreditwürdigkeit wird oft in Zweifel gezogen, da kein regelmäßiges Einkommen erzielt wird. Das sieben- bis neunfache des Jahreseinkommens wird höchstens als Kreditsumme bewilligt, bei einem durchschnittlichen Netto-Jahreseinkommen von 36.000 Euro, werden also rein rechnerisch etwa 250.000 Euro finanziert. Der Kunde sollte aber die Kreditsumme immer selbst berechnen, denn bei der Berechnung der Banken werden Kosten für die Grunderwerbssteuer oder anfallende Maklerkosten nicht mit einbezogen. Wer einen Kredit für ein Haus aufnimmt, bindet sich für etliche Jahre an die Bank, die Kreditsumme sollte also möglichst niedrig gehalten werden. Zu knapp darf aber die Finanzierungssumme auch nicht ausfallen, um Reserven für unvorhersehbare Ereignisse zur Verfügung zu haben.