Was versteht man unter einer Festzinshypothek?

Bei einer Festzinshypothek bleibt der am Anfang festgesetzte Zinssatz über einen im Vorfeld festgelegte Zeitspanne gleich. Ist diese Zeitspanne abgelaufen, so liegt es in der Verantwortung des Kreditnehmers, eine Anschlussfinanzierung zu erhalten oder eine Prolongation in die Wege zu leiten. Der Zins darf während der Frist von Seiten der Bank nicht verändert werden. Dies gilt unabhängig von den sich veränderten Marktverhältnissen. Erst wenn die Frist abgelaufen ist, kann auch die Bank dem Kunden ein neues Angebot zu einem neuen Zinssatz unterbreiten. Dieser muss aber nicht den gleichen Wert aufweisen oder günstiger sein. Der Zins kann für den Rest der Laufzeit des Kredites auch teurer ausfallen.

In 3 Min zum Wunschkredit
Wie viel benötigen Sie?

Wo kommt eine Festzinshypothek zur Anwendung?

Eine Festzinshypothek wird gerne im Zuge der Planungssicherheit gewählt. Hierbei kann man die Zinsen über einen bestimmten Zeitraum hinweg genau kalkulieren und somit eine Kostenplanung durchführen. Allerdings ist dieser Vorteil ab dem Moment der Anschlussfinanzierung verschwunden. Als Gegenstück zu einer solchen Hypothek ist die Immobilienfinanzierung mit variabler Verzinsung zu sehen. Bei einer solchen Finanzierung wird der Zinssatz stets an die aktuellen Marktverhältnisse angepasst. Beide Möglichkeiten werden für den gleiche Zweck eingesetzt, beinhalten aber unterschiedliche Konditionen, die sich in verschiedenen Ausmaß auf den Kunden auswirken können. Im Vorfeld kann eine Berechnung beider Varianten Klarheit schaffen.

Was gibt es sonst noch zur Festzinshypothek zu wissen?

Eine Festzinshypothek lohnt sich vor allem in Zeiten mit niedrigen Zinsen und besonders dann, wenn in diesem Moment auch noch die Anschlussfinanzierung ansteht. Allerdings lassen sich solche Faktoren nicht planen, denn der Markt kann nicht in diesem Umfang analysiert werden. Eine Änderung des Zinssatzes kann nur von der Bank veranlasst werden, der Kreditnehmer hat keinen Einfluss auf diesen Umstand. Die Rate bleibt dabei immer die Gleiche, ach wenn die Zinsen bei einer Anschlussfinanzierung zunehmen sollte. Hier verringert sich dann der Grad der Tilgung, sodass in diesem Zusammenhang auch über eine neue Ratenhöhe verhandelt werden kann.