Was versteht man unter einem Festvertrag?

Wenn von einem Festvertrag gesprochen wird, handelt es sich dabei meistens um den sogenannten unbefristeten Arbeitsvertrag. Ein Arbeitsvertrag in dieser Form gilt als schuldrechtlicher Austauschvertrag im gegenseitigen Einvernehmen – er beinhaltet alle Regelungen betreff des Arbeitsverhältnisses. In diesem Vertrag wird der Arbeitnehmer verpflichtet die vereinbarte Leistung zu erbringen und der Arbeitgeber verpflichtet sich seinerseits, diese Leistung laut Vertrag zu vergüten.

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Wie unterscheidet sich der Festvertrag vom befristeten Arbeitsvertrag?

Der unbefristete Arbeitsvertrag ist im Gegensatz zum befristeten Arbeitsvertrag ohne zeitliche Begrenzung. Ein festgelegtes Datum oder eine Zielvereinbarung zeichnet den befristeten Vertrag aus und das Arbeitsverhältnis endet dann automatisch. Für den unbefristeten Arbeitsvertrag hingehen bestehen gesetzlich geregelte Kündigungsfristen, an die Arbeitnehmer und Arbeitgeber gebunden sind. Ausnahmen bilden natürlich Sonderfälle, wie zum Beispiel einer fristlose Kündigung. Hier gelten Ausnahmeregelungen, die zum Beispiel bei schweren Vergehen seitens eines Mitarbeiters gelten. Das können Diebstahl und Datenmissbrauch aber auch die wiederholte Nichteinhaltungen des Vertrags sein.

Wie lang ist die Probezeit bei einem Festvertrag?

Auch die Probezeit ist bei einem Festvertrag genau bestimmt. Sie dauert längstens sechs Monate. In diesem halben Jahr haben beide Parteien die Möglichkeit, das Vertragsverhältnis schneller aufzulösen. Die Kündigungsfrist beträgt dann nur zwei Wochen, die entweder zur Mitte des Monats, also jeweils zum 15. oder zum Monatsende zum Tragen kommt.

Gehalt und Kündigungsfristen in einem Festvertrag

Der Arbeitsvertrag oder der anzuwendende Tarifvertrag bestimmen die Höhe der Vergütung. Seit Anfang 2015 gibt es in Deutschland den gesetzlichen Mindestlohn. Mindestens auf 8,84 Euro Bruttolohn pro Stunde hat der Arbeitnehmer seitdem Anspruch. Manche Branchen bilden hier mit spezifischen Branchenmindestlöhnen die Ausnahme. Allerdings ist damit die Ausnahme nach oben gemeint. Das bedeutet das in einigen Branchen höhere Mindestlöhne herrschen. Sonstige Vergütungen wie beispielsweise vermögenswirksame Leistungen, Aufwandsersatzleistungen oder Zulagen müssen gesondert aufgeführt werden. Nach Ablauf der vereinbarten Probezeit bestehen besondere Kündigungsfristen. Handelt es sich um eine ordentliche Kündigung, orientiert sich diese an der Dauer der Zeit, wie lange der Mitarbeiter zum Betrieb gehört. Je länger ein Angestellter dort arbeitet, umso länger wird auch die Kündigungsfrist.