Was genau ist eine energieeffiziente Immobilie?

Beim Immobilienerwerb berücksichtigen Verbraucher spezifische Kriterien. So gelten primär Kaufpreis, Lage des Objekts, Größe, vorhandene Ausstattung und Baujahr als wichtige Kenngrößen. Ebenso bedeutsam für eine energieeffiziente Immobilie ist allerdings der individuelle Energiewert eines Hauses oder einer Wohnung. Verbraucher sollten deshalb eine energieeffiziente Immobilie erwerben. Seit der Einführung des Energieausweises im Jahre 2007 gilt der Energiewert als festes Beurteilungskriterium zur Wertermittlung einer Immobilie. Gebäude werden seitdem in unterschiedliche Energieeffizienzklassen eingeteilt. Aufgrund dieser Klassifikation sind Gebäude daher miteinander vergleichbar. Zumindest in diesem Kriterium der Energieffizienz.

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Welche Ernergieklassen gibt es bei einer energieeffiziente Immobilie?

Die diversen Energieklassen verlaufen alphabetisch. Der Buchstabe „A“ ist demnach mit einem niedrigen oder keinem Energieverbrauchswert gleichzusetzen. Entsprechend der alphabetischen Reihenfolge nehmen die jeweiligen Verbrauchswerte zu.

Am 1. Mai 2014 wurde die Klassifikation der Energieklassen modifiziert. Deshalb existieren derzeit zwei unterschiedliche Einteilungen in den Energieausweisen. Die älteren Ausweise sind noch 10 Jahre gültig und besitzen eine Abstufung der Energieklassen von „A“ bis „J“. Gemäß der modifizierten Klassifikation existieren die Energieeffizienzklassen „I“ und „J“ nicht mehr. Stattdessen wurde der Skala die Klasse „A+“ hinzugefügt.

Die Stufen „A“ und „B“ sind je nach Gebäudetyp derzeitigen Neubaustandards zuzuordnen. Gebäude, welche einen durchschnittlichen Energieverbrauch aufweisen, entsprechen der Skalierung „E“. Die Energieklasse ist an den im Ausweis auf Seite 2 angegebenen Kennwert des Energieendverbrauchs oder Endenergiebedarfs gebunden.

Welche Bedeutung hat der Energieausweis noch für eine energieeffiziente Immobilie?

Der Energieausweis reflektiert den aktuellen energetischen Zustand eines Objekts. Ein Energieausweis enthält immer Optimierungsvorschläge zur energetischen Aufrüstung. Trotzdem sind Eigentümer nicht dazu verpflichtet diesen Vorschlägen nachzukommen. Dennoch sollten Eigentümer von Wohnungen, die einen hohen Energiebedarf besitzen, mittels Wärmedämmung oder modernere Heiztechnik nachrüsten. Auf diesem Weg können Heizkosten gesenkt und Energieressourcen eingespart werden. Laut Gesetz muss jeder Verkäufer oder Vermieter den potentiellen Käufern bzw. Mietinteressenten bereits bei der Besichtigung den betreffenden Energieausweis vorlegen.

Eine energieeffiziente Immobilie wird explizit durch staatliche Fördergelder subventioniert. Daher sollten potentielle Kreditnehmer, die einen Haus- oder Wohnungsbau anstreben, im Zuge des Finanzierungsgespräches gezielt nach dieser Option fragen. Derartige Fördergelder können in Form eines zinsgünstigen Kredits der KfW ( Kreditanstalt für Wiederaufbau ) einschließlich Tilgungszuschuss bezogen werden. Auch für energetische Sanierungen können Subventionen beantragt werden.