Was ist ein Darlehenszins?

Als Darlehenszins wird der Zins bezeichnet, der für einen Kredit anfällt. Der Zins stellt den Preis für den Kredit dar, den der Darlehensnehmer dem Darlehensgeber übergibt. Prinzipiell fällt für jedes Darlehen ein Zins an. Es sei denn, es handelt sich um einen zinslosen Kredit. Wann die Zinsen entrichtet werden müssen, kann zwischen den beiden Vertragsparteien verhandelt werden. Wenn nichts vereinbart wurde, sind sie nach § 488 II BGB am Ende des Jahres oder bei der Rückzahlung fällig. Auch der Zinssatz ist Verhandlungssache, er sollte sich jedoch am allgemeinen Zinsniveau ausrichten. Im Zweifelsfalle gilt der gesetzliche Sollzinssatz von vier Prozent. Eine weitere wichtige gesetzliche Vorschrift: Der Anbieter eines Darlehens muss immer den Effektivzinssatz angeben.

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Ist der Darlehenszins überall gleich hoch?

In der Praxis unterscheidet sich der Darlehenszins von Bank zu Bank. Doch nicht nur die Wahl des Anbieters hat einen Einfluss auf die Höhe des Zinses. Auch andere Konditionen kommen zum Tragen: Die Zinshöhe kann von der Laufzeit des Kredites, der Höhe des Kredits, den Verwendungszweck und der Bonität des Darlehensnehmers abhängen. Ver-fügt der Kreditnehmer über ein regelmäßiges hohes Einkommen, so sind viele Banken bereit, den Zinssatz zu senken. Denn in diesem Fall gehen sie von einem geringen Ausfallrisiko aus. Auch der Verwendungszweck kann die Zinshöhe maßgeblich beeinflussen. Bei einer Baufinanzierung kann der Kunde mit einem niedrigeren Zinssatz rechnen als bei einem Konsumkredit.

Zinsphasen für den richtigen Darlehenszins beachten

Kreditnehmer sollten bei der Auswahl des Darlehens stark auf den Effektivzinssatz und nicht nur auf den Sollzins achten, denn bei dem effektiven Zinssatz sind alle sonstige Gebühren bereits eingerechnet. Daher dient er als wichtiger Hinweis für die wahren Kosten des Kredits. Auch die allgemeine Konjunktur spielt eine nicht zu vernachlässigende Rolle für die Höhe des Zinssatzes und sollte daher Berücksichtigung finden: In einer Niedrigzinsphase werden für längere Laufzeiten höhere Zinssätze fällig als für Kredite mit kürzeren Laufzeiten. In einer Hochzinsphase ist es in der Regel genau umgekehrt: Hier sind längerfristige Kredite günstiger.