Was ist eine Courtage?

Der Begriff Courtage stammt aus dem französischem, Courtier = Agent oder Makler, und ist heute gleichzusetzen mit der Provision. Unter Provision versteht man eine fällig werdende Vergütung, die bei einer erfolgreichen Geschäftsvermittlung bezahlt wird. Meist geht es hierbei um einen Vertragsabschluss zweier Parteien, wobei der Dritte der Vermittler ist. Geschäftspartner sind: Kaufinteressenten, Verkäufer, Mieter sowie Vermieter. Der sogenannte Dritte ist oft eine Agentur oder ein Makler und kann auch ein Handelsvertreter sein. Erst wenn der Vertrag vollständig ist und alle Vereinbarungen erfüllt wurden, erhält der Dienstleister seine Provision.

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Wie hoch ist die Courtage und wie wird diese gezahlt?

Die Höhe der Provision regelt bei uns in Deutschland das Wohnungsvermittlungsgesetz/WoVermRG. Der fällig werdende Betrag darf zwei Monatsmieten ohne Nebenkosten nicht übersteigen. Hinzu kommt noch die jeweils gültige Mehrwertsteuer von derzeit 19 Prozent. Zu finden im WoVermRG, §3 Satz 2. Für Makler ergeben sich die üblichen Sätze der jeweiligen Bundesländer – diese liegen zurzeit zwischen 4,7 und 7,2 %. Provisionszahlungen ergeben sich aber auch bei Vermittlungen von Finanzprodukten. Das können Girokonten, Fest- und Tagesgelder sowie Kreditkarten sein. Auch bei Kreditvermittlungen oder beim Abschluss einer Versicherung werden Provisionen fällig. Dem beauftragten Versicherungsmakler wird dann nach Abschluss des Vertrages entweder eine im Vorfeld besprochene Provision gezahlt oder er erhält prozentual seinen Anteil von der Abschluss- oder Versicherungssumme.

Wer muss die Courtage zahlen?

Wird ein Makler vom Eigentümer beauftragt ein Objekt zu vermitteln steht im eine Courtage zu. Dazu gehören auch Tätigkeiten wie Sichtung einer Immobilie, erstellt einer Bewertung des Objekts und anfertigen ein Exposés. Auch zählen Bonitätsprüfungen sowie das Organisieren von Besichtigungsterminen zu den beauftragten Tätigkeiten. Diese kostenpflichtigen Tätigkeiten sind seit Juni 2015 vom Gesetzgeber geregelt. Immer die Partei, die den Makler beauftragt, muss diesen auch entlohnen. Es gibt hierzu teilweise fehlerhafte Interpretationen in der Öffentlichkeit. Einige Menschen glauben, dass man nun als Wohnungssuchender keinen Makler mehr bezahlen muss, doch dem ist nicht so. Wenn man als Wohnungssuchender einen Makler damit beauftragt eine Wohnung zu finden, dann ist man diesem bei Erfolg noch immer die Courtage schuldig. Sowie der Mietvertrag unterschrieben ist, ist die Rechnung für den Auftraggeber fällig. Im Übrigen ist in Einzelfällen die Provision verhandelbar. Dies sollte im Vorweg geklärt werden und ist je nach Bundesland und Makler verschieden.