Was ist eine Briefgrundschuld?

Wenn man heute ein Immobiliendarlehen aufnehmen will, müssen sich die Banken entsprechend absichern. Es geht hier schließlich immer um relativ hohe Summen. Zur Absicherung des Darlehens wird ein Grundpfandrecht in das Grundbuchamt bei dem zuständigen Amtsgericht eingetragen. Diese Eintragung sieht so aus, dass der Grundstückseigentümer und der Gläubiger bei einem Notar eine Urkunde erstellen lassen. In dieser beantragen und bewilligen sie die Eintragung des Grundpfandrechts in das Grundbuch. In den meisten Fällen handelt es sich bei den Grundpfandrechten um Hypotheken oder Grundschulden. Für die Eintragung im Grundbuch fallen ebenso Kosten an, wie für die Erstellung der notariellen Urkunde. Diese Kosten trägt in der Regel der Schuldner und Grundstückseigentümer.

Bei der Briefgrundschuld liegt die Besonderheit vor, dass ein Brief erstellt wird. Wenn hinsichtlich der Grundschuld Veränderungen vorgenommen werden, muss der Grundschuldbrief ebenfalls vorgelegt werden. Die ist beispielsweise der Fall wenn die Grundschuld abgetreten oder gelöscht werden soll. Der Grundschuldbrief dient zur zusätzlichen Sicherheit. Falls der Grundschuldbrief nicht mehr aufgefunden werden kann, muss ein Aufgebotsverfahren erstellt werden. Wenn dieses durch einen rechtskräftigen Ausschließungsbeschluss beendet ist, kann die Grundschuld auch ohne Vorlage des Briefs gelöscht werden.

In 3 Min zum Wunschkredit
Wie viel benötigen Sie?

Warum lässt sich der Gläubiger eine Briefgrundschuld in das Grundbuch eintragen?

Die Grundschuld wird deshalb in das Grundbuch eingetragen, damit der Grundschuldgläubiger eine entsprechende Sicherheit hat. Sollte der Schuldner in Zahlungsschwierigkeiten kommen, kann der Gläubiger die Versteigerung des Grundbesitzes bei dem zuständigen Versteigerungsgericht beantragen. Aus dem dort erzielten Erlös wird er je nach dem Rang der Grundschuld bedient. Wenn die Grundschuld an erster Rangstelle eingetragen ist, ist die Chance am größten, dass der Gläubiger zu seinem Geld einschließlich Kosten und Zinsen kommt. Die Eintragung der Briefgrundschuld ist ein ganz normaler Vorgang bei der Aufnahme eines Immobiliendarlehens. Bei der Eintragung wird immer auf die notarielle Urkunde Bezug genommen. Es wird ein Höchstzinssatz angegeben, der bei der Versteigerung eingefordert wird. Dieser hat nichts mit den Zinsen zu tun, die für das laufende Immobiliendarlehen gezahlt werden. Sollte eine Grundschuld nicht in das Grundbuch eingetragen werden, wird die Gläubigerin der Regel nicht dazu bereit sein, einen Immobilienkredit auszuzahlen.

Wie kann man eine Grundschuld löschen lassen?

Wenn das Darlehen vollständig zurückgezahlt wird, kann man die Briefgrundschuld löschen lassen. Der Brief muss dann ebenfalls vorgelegt werden. Es ist aber sinnvoll, diese weiter im Grundbuch bestehen zu lassen. Sie kann als Sicherheit für folgende Kredite dienen, die man später aufnehmen will. So kann man sich die Kosten für den Notar und die Eintragung im Grundbuch sparen. Die Eintragung der Grundschuld hat also nichts mit der Höhe der bestehenden Verbindlichkeit zu tun. Sie dient lediglich als Sicherheit für Kredite, die ein Grundstückseigentümer aufnimmt. Wenn das Grundstück verkauft werden soll, kann der Erwerber die Grundschuld übernehmen oder das Darlehen muss zurückgezahlt sein, damit die Grundschuld mit Zustimmung der Gläubigerin(Bank) gelöscht werden kann.

Der Grundbesitz ist für den Kreditgeber eine gute Sicherheit. Das gilt vor allen Dingen dann, wenn sich das Grundstück in einer guten Lage und in einem einwandfreien Zustand befindet. Der Grundstückseigentümer hat die Möglichkeit, ein Darlehen zu einem recht niedrigen Zinssatz aufzunehmen. Dieses kann über einen langen Zeitraum zurückgezahlt werden.