Was ist das BGB?

Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) ist das erste und eigentlich auch das wichtigste Gesetzbuch das es in Deutschland gibt. Das BGB fasst die Rechtsvorschriften für das Privatrecht im ganzen Staatsgebiet der Bundesrepublik Deutschland einheitlich und bindend zusammen. In Kraft getreten ist das Bürgerliche Gesetzbuch schon vor sehr vielen Jahren, nämlich am 1. Januar 1900. Um es zu entwerfen und zu formulieren bedurfte es jahrelanger Gespräche und Beratungen zweier juristischer Kommissionen.

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Wo kommt das BGB vor?

Im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) sind die Grundvoraussetzungen des in Deutschland geltenden allgemeinen Privatrechts festgelegt. Dies schließt vor allem geltendes Recht für den Umgang von Privatpersonen miteinander ein. Eine Erweiterung innerhalb des Bürgerlichen Gesetzbuch ist das allgemeine Privatrecht. Hier sind zum Beispiel Einzelgesetze wie das Versicherungsgesetz, Wohnungseigentumsgesetz und das Lebenspartnerschaftsgesetz mit eingebunden.

Das Bürgerliche Gesetzbuch beinhaltet insgesamt fünf Gesetzesbücher:

  • Einen allgemeinen Teil, in dem der Kodex für die Bücher zwei bis fünf festgelegt sind.
  • Das zweite Buch nennt sich Recht der Schuldverhältnisse und beinhaltet gesetzliche Paragrafen zu diversen Verträgen, wie z. B. Arbeitsverträge, Mietverträge oder Kaufverträge.
  • Das dritte Buch beinhaltet das Sachrecht und regelt Eigentum und Besitz.
  • Dann folgt das Familienrecht mit Paragrafen zu Ehe und Familie.
  • Und schließlich das Erbrecht, das Testamentsangelegenheiten, berechtigte Erben und die Erbfolge regelt.

Was gibt es noch zum BGB zu sagen?

Das Bürgerliche Gesetzbuch ist auf dem Fundament des Gedankens geschrieben, dass alle miteinander im privaten verkehrenden Menschen rechtliche Gleichheit und Freiheit genießen.

Mit dem Bürgerlichen Gesetzbuch wurde die Gleichberechtigung von Frauen gegenüber Männern gestärkt. Die volle Geschäftsfähigkeit der Frau wurde nun erstmals in einem zusammenfassenden, bindenden Gesetzesbuch vermerkt. Damit konnten sich Frauen im Streitfall ganz konkret auf das geltende Gesetz berufen.

Das Wort „Bürger“ in diesem Gesetzbuch soll nicht auf die Gewalteinteilung des Staates zwischen Adel und Bürger hinweisen, sondern steht für die Zugehörigkeit des Bürgers zu seinem Staat und seiner Kommune. Auch hier kann man davon ausgehen, dass damit allgemeingültig von jedem Menschen gesprochen wird.