Was ist ein Beamtenkredit?

Ein Beamtenkredit wird auch Beamtendarlehen genannt und ist als Kredit für Beamte gedacht. Dieses Darlehen kann aber trotz seiner Bezeichnung auch von Angestellten und Akademikern, die im öffentlichen Dienst tätig sind sowie weitere bestimmte Berufsgruppen beantragt werden. Voraussetzung hierfür ist die Beantragung bis zum 75. Lebensjahr für Beamte und Angestellte bis zum 67. Lebensjahr, die im öffentlichen Dienst arbeiten oder in der Privatwirtschaft angestellt sind.

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Wer genau darf einen Beamtenkredit beantragen?

Diese Berufsgruppen können ein Darlehen für Beamte beantragen:

  • Beamte auf sogenannter Lebenszeit, Beamte, die auf Probe arbeiten und Beamtenanwärter
  • Alle Akademiker
  • Alle Berufssoldaten
  • Bundesrichter
  • Angestellte und Mitarbeiter, die im öffentlichen Dienst ihre Beschäftigung haben
  • Festangestellte und Beschäftigte, die in der Privatwirtschaft arbeiten.

Was unterscheidet einen Beamtenkredit gegenüber einer anderen Kreditart?

Der Kredit für Beamte hat geringere Zinssätze und zeichnet sich durch kleinere Monatsraten aus. Beispielsweise bleibt bei einer Kreditsumme von bis zu 50.000 Euro die Monatsrate bei dementsprechender Laufzeit oft vergleichsweise gering im Vergleich zu anderen Kreditformen. Der Beamtenkredit kann auch mit einer zehnjährigen Laufzeit abgeschlossen werden bei niedrigen Monatsraten und geringen Zinsen.

Sind Sicherheiten bei der Beantragung von einem Beamtenkredit erforderlich?

Beschäftigte, die im öffentlichen Dienst tätig sind sowie Beamte, befinden sich nahezu in einem unkündbaren Arbeitsverhältnis. Somit sind die sonst üblichen Sicherheiten, wie beispielsweise eine Anzahlung und eine Dienstunfähigkeitsversicherung oder das Vorlegen einer Lebensversicherung für den Abschluss des Kredites meist nicht nötig. Diese Bedingungen/Vorzüge gelten auch für Angestellte aus der Privatwirtschaft.

Muss ein Verwendungszweck für einen Beamtenkredit angegeben werden?

Der Kreditnehmer darf frei über seinen Beamtendarlehen verfügen,ist also in seiner Verwendung völlig uneingeschränkt. Die sonst verpflichtende Angabe über den Verwendungszweck entfällt. Erfahrungsgemäß werden Beamtenkredite oftmals zu folgenden Zwecken beantragt:

  • Für eine Haussanierung
  • Ein Autokauf steht an
  • Eine Umschuldung soll gemacht werden
  • Für einen Dispoausgleich
  • Für die anstehende Urlaubsfinanzierung
  • Als Finanzierung für Kinder und Enkelkinder, beispielsweise für die Ausbildung
  • Als Anschaffungsdarlehen für Gebrauchsgüter wie beispielsweise einem Möbelkauf usw.

Wird eine Schufa-Auskunft eingeholt?

Ja, damit wird, genau wie bei „normalen“ Kreditnehmern die Zahlungsfähigkeit/Bonität der Kreditnehmer geprüft.