Was versteht man unter Bausparguthaben?

Unter einem Bausparguthaben versteht man die Summe des selbst angesparten Kapitals. Dazu gehören die selbst eingezahlten Sparbeiträge, die Guthabenzinsen, die eventuell teilweise selbst erbrachten zusätzlichen Sonderzahlungen sowie die staatlichen Förderbeiträge. Man spricht hier auch von Eigenkapital oder Eigenmitteln. Das angesparte Kapital wird streng vom Bauspardarlehen getrennt. Das Bauspardarlehen setzt sich aus der Differenz zwischen Bausparsumme und dem angesparten Kapital zusammen.

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Wie erfolgt die Zuteilung von Bausparguthaben?

Wenn die im Vertrag vereinbarte Höhe des angesparten Kapitals und verschiedene weitere Zuteilungskriterien (beispielsweise die Bewertungszahl) erreicht sind, wird der Bausparvertrag zugeteilt. Damit sind dann die Voraussetzung für die Auszahlung des Darlehens erfüllt. Das bedeutet dann, dass der Inhaber des Bausparvertrages über sein angespartes Kapital verfügen kann. Ebenfalls kann der das im Vertrag festgehaltene Bauspardarlehen beantragen.

Dabei legt dann die Bewertungszahl die Reihenfolge fest, in welchem Zeitraum dann die Bauspargelder ausbezahlt werden. Wenn die Bewertungszahl berechnet wird, sind dabei die Höhere der gesamten Einlagen sowie der Zeitpunkt, zu dem die Zuführung zum Vertragskonto erfolgt, von Bedeutung. Die Berechnung der Bewertungszahl erfolgt aus den jeweiligen Zinsen und dem Bewertungszahlfaktor. Diese Zinsen müssen im Kontoeinzahlungsverzeichnis der bisher vorhandenen Bausparsumme vorhanden sein. Der Bewertungszahlfaktor ist der, der bei Vertragsabschluss des Bausparvertrages festgelegt wurde.

Die Voraussetzungen zur Nutzung von Bausparguthaben

Je nach Bausparkasse, werden Bausparguthaben von ungefähr 40 bis 50 Prozent der gesamten Bausparsumme vorausgesetzt, damit eine Darlehensauszahlung vorgenommen werden kann. Wenn die Auszahlung innerhalb der gesetzlichen Bindungsfrist erfolgt, gibt es besondere Regeln die dann zu beachten sind. So sind zum Beispiel Belege für die Verwendung der Mittel für bauliche Maßnahmen erforderlich.

Sobald jedoch die Bindungsfrist abgelaufen ist, kann dann der Bausparer über die Guthabensumme verfügen und muss diesen Betrag nicht verbindlich für Baumaßnahmen verwenden. Wenn man den Bausparvertrag jedoch vorzeitig kündigt, kann es für die Bausparer zu Nachteilen kommen. Je nachdem, in welcher Phase sich der Vertrag befindet, verlangen die Bausparkassen teilweise bis zu 1 Prozent der Bausparsumme monatlich als Entschädigung.