Was ist ein Bauspardarlehen?

Ein Bauspardarlehen ist ein zweckgebundenes und auch durch den Staat gefördertes Darlehen zum Zwecke des Wohnbaues. Um das zinsgarantierte nachrangig abgesicherte Darlehen der Bausparkasse zu erhalten, müssen vom Bausparer einige in den Allgemeinen Bedingungen für Bausparverträge festgelegte Voraussetzungen erfüllt werden. Solange diese vom Bausparer nicht erfüllt werden, kann die Bausparkasse die Darlehensgewährung aus einem zugeteilten Bausparvertrag verweigern.

Die Prüfungen durch die Bausparkasse teilen sich dabei in drei Problembereiche auf. Zum einen geht es um die Prüfung der Kreditwürdigkeit des Bausparers. Ist er nachhaltig in der Lage, für die Bedienung der Schulden und seinen Lebensunterhalt zu sorgen? Im zweiten Bereich geht es um die Prüfung der ausreichenden Beleihbarkeit und Beleihungsfähigkeit des als Pfand angebotenen Objekts. Der Beleihungswert eines Objekts entspricht dem langfristig realisierbaren Wert und darf mit dem Verkehrswert oder Kaufpreis nicht verwechselt werden. Der Beleihungswert wird in der Regel von der Bausparkasse in Eigenverantwortlichkeit ermittelt. Bei der Vergabe des Bauspardarlehens hat die Bausparkasse zu beachten, dass die Beleihung ohne ausreichende Zusatzsicherheit die ersten vier Fünftel des Beleihungswerts des Pfandobjekts nicht übersteigen darf.

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Welche Sicherheiten braucht man für ein Bauspardarlehen?

Schließlich muss sich die Bausparkasse um die Sicherung des Bauspardarlehens kümmern. Art und Umfang der Sicherung der zu gewährenden Darlehen wird durch das Bausparkassengesetz geregelt. Danach sind die Forderungen aus Bauspardarlehen in der Regel durch die Bestellung von Hypotheken oder Grundschulden an inländischen Grundstücken zu sichern. Sie können aber auch durch die Bestellung von Grundpfandrechten in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union gesichert werden, wenn in diesem Mitgliedsstaat üblicherweise eine Sicherung von Wohnungsbaudarlehen durch Grundpfandrechte erfolgt. Bei der Stellung von Einzelsicherheiten kann von einer Sicherung durch Grundpfandrechte abgesehen werden. Ob eine vom Bausparer angebotene Ersatzsicherheit ausreicht, wird von der Bausparkasse in jedem Einzelfall entschieden. Sie ist zur Annahme der Ersatzsicherheiten nicht verpflichtet.

Die Höhe der monatlichen Tilgungsbeiträge wird bereits bei Vertragsabschluss festgelegt. Aufgrund der Allgemeinen Bedingungen für Bausparverträge ist es dem Bausparer jederzeit erlaubt Sondertilgungen zu leisten. Durch Sondertilgungen verringert sich die Zinsbelastung des Bausparers vom nächsten Zinsstichtag an, und der Bausparer ist so in der Lage, die Laufzeit seines Darlehens zu verkürzen.