Barwert

Was ist der Barwert?

Beim Barwert handelt es sich um den Wert, den Zahlungen die in der Zukunft liegen, zum heutigen Zeitpunkt besitzen würden. Der Begriff selbst stammt aus der Finanzmathematik und stellt vor allem ein rechnerisches Konstrukt dar. Um den Wert zu ermitteln wird das Prinzip der Abzinsung verwendet, welches das Gegenteil zur Verzinsung darstellt. Der aktuell gültige Zinssatz wird also über den Verlauf der Jahre gerechnet, von dem Zukünftigen Betrag abgezogen, sodass sich daraus der aktuelle Wert ergibt, so als wenn die Zahlung sofort zu leisten wären. Dieser Wert kann dann einer Voraus- oder Rückwärtsberechnung dienen, welche auch zu statistischen Zwecken angewendet wird.

Wo kommt der Barwert zur Anwendung?

Der Barwert stellt in erster Linie natürlich ein spekulativen Wert dar, denn durch ihn können Werte ermittelt werden, die so gar nicht gegeben sind. Der Barwert kann aber einen Ausblick auf zukünftige Verläufe, etwa die Höhe von Zinszahlungen geben. Auch bei Krediten die für eine spätere Zeit geplant sind, kommt dieser Barwert zum Tragen. Das liegt vor allem daran, dass durch dieses Verfahren berechnet werden kann, ob die Aufnahme einer Summe zu einem früheren Zeitpunkt sinnvoller wäre. Daher dient der Wert auch als statistisches Analysewerkzeug und wird auch im Rahmen von Versicherungsverträgen gerne genutzt.

Was gibt es noch zum Barwert zu wissen?

In der Realität ist der Wert ein rein theoretisches Konstrukt. Dies bedeutet, dass er für die tatsächlich existierenden Umstände keinen Einfluss besitzt. Somit gibt er nur eine Wahrscheinlichkeit einer möglichen Zukunft in Bezug auf die Vergangenheit wieder. Genauso kann der Wert einer Zahlung in 20 Jahren um den Faktor fünf höher oder tiefer ausfallen. Somit handelt es sich nur um Wahrscheinlichkeitsrechnungen, die anhand der vorliegenden Umstände aufgestellt werden. Die Genauigkeit des Eintreffens ist dabei davon abhängig, wie viele Faktoren in die Gleichung einfließen. Bei Versicherungen wird in der Regel genauer gearbeitet als bei Banken, da bei diesen auch die Sterbewahrscheinlichkeit oder aber der Ausfall durch Erkrankung in Erwägung gezogen wird.