Was versteht man unter BaFin?

Die BaFin ist für die Aufsicht von Finanzdienstleistungsunternehmen auf Bundesebene zuständig. Die BaFin als Aufsichtsbehörde entstand im Jahr 2002 aus dem Zusammenschluss ihrer drei Vorgängerbehörden: dem Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen, dem Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen (BAV) und dem Bundesaufsichtsamts für den Wertpapierhandel. Von der Zusammenlegung der drei Behörden erhoffte sich der Gesetzgeber die Beseitigung von Kompetenzüberschneidungen und einen besseren Überblick der Behörde über das Marktgeschehen. Bei der BaFin handelt es sich um eine bundesunmittelbare Anstalt des öffentlichen Rechts. Ihre Sitze sind in Frankfurt am Main und in Bonn. Sie ist direkt dem Bundesministeriums der Finanzen unterstellt. Etwa 2400 Mitarbeiter arbeiten für die Behörde. Sie finanziert sich vollständig aus Gebühren und aus einer Umlage, die die beaufsichtigten Unternehmen aufbringen müssen.

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Was sind die Aufgaben der BaFin?

Die Hauptaufgabe der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht besteht aus den drei Bereichen Bankenaufsicht, Versicherungsaufsicht und Wertpapieraufsicht. Im Rahmen der Bankenaufsicht überwacht die Anstalt die Einhaltung des Kreditwesengesetzes. Beispielsweise ist für die Neugründung von Banken die Erlaubnis der BaFin nötig. Bei der praktischen Arbeit, die bei der Aufsicht der Banken anfällt, arbeitet die Behörde eng mit den Experten der Deutschen Bundesbank zusammen. Wie die Banken unterliegen auch die Versicherungen der Überwachung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Hier wird in erster Linie darauf geachtet, dass die Versicherungen über genügend Sicherungsvermögen verfügen, um ihre Aufgabe zu erfüllen. Im Bereich der Wertpapieraufsicht ist es das vorrangige Anliegen der Behörde für die Funktionsfähigkeit des Wertpapier- und Derivatemarktes einzutreten. Zu diesem Zweck unterbindet sie Manipulationen und Insiderhandel und überwacht die Übernahme von börsennotierten Unternehmen.

Welche Bedeutung hat die BaFin für Verbraucher?

Jeder Verbraucher hat das Recht bei der Aufsichtsbehörde Beschwerde über die von ihr beaufsichtigten Unternehmen einzulegen. Die Beschwerde kann per E-Mail oder schriftlich eingereicht werden. Die BaFin überprüft dann ob die Beschwerde rechtens ist. Falls die Beschwerde unbegründet ist, wird diese dem Beschwerdeführer mitgeteilt. Falls die Beschwerde aber begründet ist und dieser nachgegangen wird, erfolgt aufgrund der Schweigepflicht keine weitere Information.