Was ist eine Auflassungsvormerkung?

Die Auflassungsvormerkung ist ein Eintragung im Grundbuch. Wenn Grundbesitz übertragen werden soll, muss dies durch eine notarielle Urkunde festgelegt werden. Man spricht von einer Auflassung, wenn A und B einig sind, dass ein Grundstück oder mehrere Grundstücke im Eigentum von A auf B übergehen sollen. Die notarielle Urkunde wird dem Grundbuchamt vorgelegt. Dieses trägt den neuen Eigentümer in das Grundbuch ein. Dies sollte natürlich erst geschehen, wenn der Kaufpreis von B an A gezahlt wurde. Sonst wäre dieser in das Grundbuch eingetragen, ohne dass er den übertragenen Grundbesitz bezahlt hätte. Das kann natürlich nicht der Sinn der Angelegenheit sein. Bis zu der vollständigen Bezahlung des Kaufpreises wird daher für den Käufer eine Auflassungsvormerkung in das Grundbuch eingetragen. Diese Eintragung wird in der Abteilung II des Grundbuchs vorgenommen. Das ist die Abteilung, in der zum Beispiel auch Wohnungsrechte oder Geh- und Fahrtrechte eingetragen werden. Somit kann sich der Erwerber seinen Anspruch auf die Übertragung des Eigentums im Grundbuch sichern lassen. Es besteht dann nicht die Gefahr, dass der Grundbesitz noch an einen anderen Erwerber veräußert wird. Wenn der Kaufpreis vollständig bezahlt ist, wird die Auflassungsvormerkung gelöscht und der Erwerber als neuer Eigentümer in das Grundbuch eingetragen. Der Verkäufer muss also auch nicht befürchten, dass er das Eigentum am Grundbesitz verliert, ohne dass er vorher sein Geld bekommen hat.

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Wie ist die Auflassungsvormerkung an Grundstücken in finanzieller Hinsicht zu sehen?

Da Grundbesitz in vielen Fällen finanziert werden muss, kann der Erwerber den Kaufpreis häufig nicht sofort bezahlen. Er muss sich erst ein Darlehen bei der Bank aufnehmen. Wenn diese einen Kredit gewährt, will sie aber wissen wofür. Der Erwerber kann dann einen Grundbuchauszug vorlegen, auf dem die Eintragung der Vormerkung an einem bestimmten Grundbesitz sichtbar ist. Die Bank kann den Kredit gewähren und das Darlehen an den Erwerber auszahlen. Dieser kann danach bezahlen und sich das Eigentum an dem Grundbesitz übertragen lassen. Wenn gleichzeitig mit der Auflassungsvormerkung ein Grundpfandrecht für die Bank eingetragen wird, hat dieses in der Regel Vorrang vor der Auflassungsvormerkung. Das spielt eigentlich auch keine große Rolle, weil die Vormerkung bei der Eintragung des neuen Eigentümers gelöscht wird. Eine Auflassungsvormerkung kann auch in der Form eingetragen werden, dass sich der Eigentümer eines Grundstücks das Recht auf Rückübertragung eintragen lässt. Diese Rückübertragung soll für bestimmte Fälle (zum Beispiel Insolvenz des Eigentümers) gelten. Dann spricht man von einer Rückauflassungsvormerkung.

Allgemein ist die Auflassungsvormerkung als Recht zu bezeichnen, das zu der Sicherung des Eigentumsübergangs in das Grundbuch eingetragen wird. Die Auflassungsvormerkung dient dem Käufer und Verkäufer eines Grundstücks. Mit der Eintragung der Auflassungsvormerkung ist der Erwerber von Immobilien noch nicht Eigentümer geworden. Das geschieht erst mit der Eintragung des Eigentumsübergangs. Hierzu muss zum Beispiel auch eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts vorgelegt werden. Diese erhält der Erwerber, wenn die Grunderwerbssteuer bezahlt wurde. In der notariellen Urkunde werden Auflassung und Vormerkung manchmal gleichzeitig erklärt. Der Notar stellt dann bei dem Grundbuch den Antrag, was genau eingetragen werden soll. So kommt es zu keinen Schwierigkeiten, wenn es um die Übereignung einer Immobilie geht. Die Vormerkung ist in rechtlicher Hinsicht wichtig. Sie sichert den Anspruch auf Eigentumsübertragung.