Was ist ein Arbeitgeberdarlehen?

Bei einem Arbeitgeberdarlehen handelt es sich um eine häufig genutzt Finanzierungsform. Das Arbeitgeberdarlehen kann eine lohnenswerte Alternative zum normalen Ratenkredit einer Bank darstellen. Dabei vergibt der Arbeitgeber an seine Mitarbeiter ein Darlehen. Der Arbeitgeber hat meist das Ziel der Wertschätzung den Mitarbeitern gegenüber. Zudem kann der Arbeitgeber seine Mitarbeiter enger an das Unternehmen binden. Wichtig ist bei einem Arbeitgeberdarlehen allerdings dennoch, dass verschiedene Voraussetzungen erfüllt werden. Zudem ist es unabdingbar, dass alle Formalitäten schriftlich in einem Vertrag geregelt sind.

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Das Arbeitgeberdarlehen – wie funktioniert es genau?

Wie der Name bereits vermuten lässt, wird das Darlehen von einem Unternehmen an einen Mitarbeiter vergeben. In der Regel ergibt sich daraus für den Kreditnehmer der Vorteil, dass der Kredit viel günstiger ist als ein normales Darlehen einer Bank. Das auch häufig als Personalkredit bezeichnete Arbeitgeberdarlehen bringt dem Mitarbeiter Wertschätzung entgegen und vermittelt ihm, dass sein Arbeitsplatz für die nähere Zukunft erst einmal gesichert ist.

Welcher Zinssatz für ein solches Darlehen angemessen ist, kommt in erster Linie auf den sogenannten Maßstabszinssatz an. Hierfür orientiert sich der Arbeitgeber am derzeitigen effektiven Zinssatz, der von der Deutschen Bundesbank genannt wird. Auf diesen Betrag wird zumeist noch einmal ein Abschlag von 3 bis 4% gewährt, so dass das Darlehen für den Arbeitnehmer deutlich günstiger ausfällt.

Welche Voraussetzungen für das Arbeitgeberdarlehen wichtig sind

Arbeitgeber müssen sich an den im Arbeitsrecht festgeschriebenen Gleichbehandlungsgrundsatz halten. Das gilt auch wenn es um die Vergabe eines solchen Darlehens geht. Das bedeutet, dass ein Vollzeitbeschäftigter dieselben Kreditkonditionen erhalten muss wie ein Teilzeitbeschäftigter. Im Umkehrschluss heißt dies jedoch nicht, dass automatisch jeder Mitarbeiter Anspruch auf ein Darlehen hat. Drohen bei einigen Angestellten Lohnpfändungen oder Verschuldungen, kann der Arbeitgeber das Darlehen auch verweigern.
In vielen Fällen ist das Darlehen eines Arbeitgebers an einen bestimmten Zweck gebunden, wie zum Beispiel an den Kauf einer Immobilie oder eines Fahrzeugs. Allerdings dürfen Arbeitgeber nicht selbst entscheiden, wofür ein Arbeitnehmer den Kredit nutzen möchte.

Wie rentabel ist ein Arbeitgeberdarlehen im Vergleich zu einem Ratenkredit?

In den meisten Fällen ist ein Arbeitgeberdarlehen zinsgünstiger als ein normaler Ratenkredit. Liegt der jährliche Effektivzins niedriger als aktuell auf dem Finanzmarkt, lohnt sich ein Arbeitgeberkredit für den Kreditnehmer in jedem Fall. Zusätzlich ergibt sich bei Darlehen mit kleineren Kreditsummen der Vorteil, dass ein Unternehmen in der Regel keine Sicherheit vom Angestellten verlangt. Bei einem Ratenkredit von einer Bank ist dies anders. Hier wird die Bonität geprüft und es müssen Sicherheiten vorgelegt werden. So hat man mögliche Sicherheiten nach wie vor zur Verfügung und kann, wenn es der finanzielle Spielraum erlaubt, auch bei einer Bank noch ein weiteres Darlehen aufnehmen.

Dennoch sollte berücksichtigt werden, dass es sich nicht immer garantieren lässt, dass es sich bei einem Arbeitgeberkredit wirklich um die günstigste Lösung zur Finanzierung eines Vorhabens handelt. Für den Angestellten empfiehlt es sich deshalb, im Vorfeld verschiedene Angebote von mehreren Kreditinstituten einzuholen, um einen ersten Überblick zu gewinnen. Anschließend kann man mit dem Arbeitgeber verhandeln, um zu prüfen, ob dieser günstigere Konditionen anbieten kann. In diesem Fall wäre das Darlehen vom Arbeitgeber die bessere Lösung.