Was ist die Anfangstilgung?

Unter der Anfangstilgung versteht man die erste Rate, die bei einem Annuitätendarlehen im ersten Monat der Tilgung gezahlt wird. Diese Rate hat einen bedeutenden Einfluss auf die folgende Zeit. Je höher nämlich der Tilgungssatz gewählt wurde, um günstiger werden die Zinslasten mit dem Fortschreiten der Laufzeit. Wer einen Kredit von 100.000 Euro aufnimmt und im ersten Jahr nur ein Prozent an Tilgung durchführt, der reduziert den Gesamtbetrag bereits auf 99.000 Euro.

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Da in der Rate aber auch die Zinsen enthalten sind und die Rate von Monat zu Monat immer gleich bleibt, erhöht sich mit jeder Zahlung der Prozentsatz der eigentlichen Tilgung gegenüber dem Zinsniveau. Einfach ausgedrückt: Die monatlich zu zahlenden Zinsen nehmen mit jeder Zahlung ab, während die Rate der Tilgung steigt. Genau für diesen Zweck ist diese erste Rate ein wichtiger Punkt, denn je höher hier die Tilgung angesetzt wurde, umso schneller reduzieren sich der Gesamtbetrag und vor allem die Zinsen.

Wo kommt die Anfangstilgung zur Anwendung?

Die Tilgung kommt bei vielen Kreditarten zum Tragen, in denen die Zinszahlungen mit jedem Monat abnehmen. Auch bei anderen Kreditformen wird so aber die erste Rate bezeichnet. Somit ist hier keine genaue Abgrenzung möglich. Daher kommt es auch auf die Bank an, wie sie diese Erste Zahlung genau definiert und welche Konditionen mit ihr verbunden sind. Die Bezeichnung der Anfangstilgung gilt nicht für Kredite, bei denen die Tilgung der Zinsen im Vorfeld erfolgt oder aber wo eine Kreditsumme endfällig gestellt wurde.

Was gibt es noch zur Anfangstilgung zu wissen?

Im Prinzip hat die Bezeichnung dieser Rate für den Kreditnehmer keine Bedeutung. Es handelt sich im Grunde nur um Bankinterna, die einen Sachverhalt darstellen sollen. Da sich für den Kreditnehmer die Ratenhöhe ohnehin nicht ändert, ist diese Informationen nur in sofern von Belang, wie die Abnahme des Zinsniveaus selbst nachvollzogen werden können soll.