Was ist ein Abzugskredit?

Es gibt auf dem Kreditmarkt besondere Darlehensformen, die sich explizit an Personen richten, die selbst im Kreditwesen tätig sind. Dazu zählt unter anderem der Abzugskredit. Ein solches Darlehen wird entweder zwischen zwei verschiedenen Kreditinstituten zur Verfügung gestellt oder auch an eine Person vergeben, welche in Verbindung mit dem Kreditgeber steht. In diesem Fall wird das Darlehen auf eine besondere Art und Weise aufgenommen und nimmt daher auch eine spezielle Position im deutschen Kreditwesengesetz (KWG) ein.

in 3 Minuten zum Wunschkredit

Wie viel benötigen Sie?
badge-200-schraeg

Für wen eignet sich die Aufnahme eines Abzugskredits?

Am häufigsten werden Abzugskredite von Gesellschaftern in einem Unternehmen aufgenommen. Die Tilgung erfolgt dabei in der Regel so, wie es auch bei einem ganz normalen Ratenkredit der Fall ist. Als Kreditnehmer können verschiedene Personen auftreten, allerdings handelt es sich dabei meist immer um solche, die mit dem kreditgebenden Unternehmen unmittelbar in Verbindung stehen. Weiterhin ist es für Tochter- und Subgesellschaften möglich, einen Abzugskredit aufzunehmen. Dieser dient dann häufig dazu, neue Anschaffungen für das Unternehmen zu tätigen oder das Eigenkapital zu erhöhen, wenn gerade ein finanzieller Engpass besteht.

Bei einem Abzugskredit haben Kreditnehmer somit nicht sonderlich viele Möglichkeiten, ein Darlehen aufzunehmen, da die Auswahl der Kreditgeber relativ eingeschränkt ist. Während ein Verbraucher zwischen den unterschiedlichsten Kreditangeboten auf dem Markt wählen kann, ist eine Person, die ein Abzugsdarlehen aufnehmen möchte in ihrer Entscheidungsfreiheit eingeschränkt. Ist ein Gesellschafter allerdings bei mehreren Unternehmen vertreten, hat er durchaus die Option, aus mehreren Darlehensangeboten zu wählen und unter Umständen auch mit mehreren Kreditgebern zu verhandeln.

So wichtig ist die Position des Antragstellers bei der Kreditbeantragung

Es kommt häufig vor, dass die Position des Kreditnehmers Einfluss auf die Kreditkonditionen nimmt. Das bedeutet: Je besser seine Stellung innerhalb des Unternehmens ist, desto attraktivere Zinsen werden ihm womöglich angeboten. Manager oder Großinvestoren haben in der Regel eine bessere Verhandlungsbasis und müssen zudem auch nicht so umfassende Sicherheiten hinterlegen, wie ein normaler Angestellter. Aus rechtlicher Sicht müssen allerdings alle Personen, die einen Abzugskredit beantragen möchten, gleich behandelt werden. Auch gewöhnliche Arbeitnehmer können mit etwas Glück gute Konditionen bei der Beantragung des Darlehens aushandeln. Das kann bei einem kleinen Unternehmen zum Beispiel ein gutes Verhältnis zum Sachbearbeiter sein, der über die Kreditzusage entscheidet. In größeren Kreditinstituten gibt es dagegen meist festgelegte Abläufe und fixe Bedingungen, an welche die Kreditbeantragung gekoppelt ist.

Ein wichtiger Vorteil eines Abzugskredits ist das mögliche Wegfallen zusätzlicher Gebühren bei einer Vorfälligkeit. Auch ist es vorteilhaft, wenn der Kreditnehmer die Möglichkeit hat, während der Laufzeit Sondertilgungen durchzuführen, um die monatliche Kreditbelastung zu reduzieren. Allgemein sorgt die besondere Verbindung zwischen Kreditgeber und Kreditnehmer dafür, dass ein Abzugskredit deutlich attraktivere Konditionen bieten kann, als ein gewöhnlicher Ratenkredit.

Wer also als Gesellschafter, Manager oder in einer ähnlichen Position in einem Unternehmen tätig ist, sollte sich über diese Möglichkeit eingehend informieren, bevor er anderweitig Vergleiche auf dem Kreditmarkt anstellt. Häufig sind Abzugskredite in ihren Konditionen sehr attraktiv.