Was versteht man unter Abgeld?

Abgeld wird auch als Disagio bezeichnet und kommt vornehmlich aus dem Bereich des Aktienhandels, auch wenn das Disagio hier keine besonders große Rolle spielt, da ein Abschlag auf Nennwerte ist beim Aktienhandel verboten ist. Wohl aber nicht das Aufgeld, das sogenannte Agio – der Gegenspieler des Disagio.

In der Regel ist ein Disagio nichts anderes, als ein Abschlag auf einen bestimmten Geldbetrag. Es wird stets in Prozenten zum jeweiligen Geldbetrag angegeben und von diesem abgezogen. Bei einer Anleihe von 100 Euro und einem Disagio von 5% erhält der Käufer ausschließlich 95 Euro für sein Wertpapier. Damit hat er einen Verlust von 5 Euro zu verbuchen.

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Wo kommt Abgeld vor?

Mit dem Disagio kommt man vor allem dann in Kontakt, wenn man sich für Anleihen interessiert. Hier tritt es in der Form des Damnum auf und sorgt für ein Ansteigen der Rendite. Trifft man im Kreditbereich auf das Disagio, so ist damit in der Regel der Anstieg der Zinsen zu einem höheren Satz verbunden. Auch im Bereich des Kreditkartenwesens und des Sortenhandels wird mit Abgeldern gearbeitet. Hier bekommt der Verbraucher in der Regel aber wenig davon mit.

Was es sonst noch über Abgeld zu wissen gibt?

Der Begriff ‘Disagio’ kommt ursprünglich aus dem Italienischen. Übersetzt bedeutet ‘Disagio’ soviel wie Unbequemlichkeit oder Unbehagen … und das rufen Abgelder in der Regel auch bei den Betroffenen aus.

Neben den Begriffen ‘Abgeld’ und Disagio’ ist das gleiche Prinzip auch unter dem Begriff ‘Damnum’ bekannt. Dieser Begriff kommt häufiger im Bereich des Kreditwesens vor, während man bei Anleihen häufiger von Disagios spricht. Gemeint ist das Gleiche.

Als Gegenstück zum Disagio ist das Agio zu nennen, was auch als Aufgeld bekannt ist. Auch das Agio wird in Prozenten zum Nennwert angegeben. Bei einem Wert von 100 Euro und einem 5%igen Agio beträgt der neue Wert somit 105 Euro und der daraus resultierende Gewinn 5 Euro.

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